Freitag, 16. September 2016

Geburtstagskarten selbst gemacht

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich habe früher nie Geburtstagskarten verschenkt. Die meisten Karten die es zu kaufen gab fand ich zu teuer und unpersönlich.
Aber seit ich mit Handlettering angefangen habe verschenke ich super gerne selbst bemalte.
Es ist ganz leicht: Karten und Umschläge kann man in jedem Bastelgeschäft kaufen. Meine sind zum Beispiel vom Müller. Wenn ihr mehrere in einem Pack kauft, ist es meistens günstiger und so habt ihr auch immer welche da, wenn Geburtstage, Einschulungen oder ein anderes Fest ansteht. Sonst braucht ihr nur noch eure Materialien zum Handlettern und eventuell Washi Tape (wie zu Beispiel solche) und farbigen Pappkarton.
Wenn ich gerade Zeit und Muse habe bereite ich auch oft schon Karten vor, dann muss ich sie später nur noch personalisieren.
Hier seht ihr einige meiner Karten aus der letzten Zeit:



Hoffentlich findet ihr ein paar Anregungen für eure eigenen Karten. Ich fände es toll wenn ihr mir Bilder davon schicken würdet!

Ganz liebe Grüße
Eure Mo ▽




Für die Pinner unter euch sind hier noch die Bilder von oben als Einzelbilder:







Sonntag, 11. September 2016

Industrieller Servierwagen DIY ▼▼▼

So, jetzt kommt wie versprochen mein Servierwagen DIY für das Projekt Küche. Trommelwirbel und Applaus bitte... *Tatatatatatammm* :

Wie ihr seht, habe ich mich für einen "zweistöckigen" Servierwagen mit eingehängten Körben und zwei Haltegriffen entschieden. Unten zeige ich euch ausführlich, wie ich meinen Servierwagen gebastelt habe, es ist aber ganz leicht die Rohre ein bisschen anders zusammen zu stecken, und so den idealen Servierwagen für euch zu bauen! Lasst eure Fantasie spielen und schickt mir gerne ein Bild an bunt-ist-meine-lieblingsfarbe@gmx.de!

Bevor ihr loslegt, lest bitte zuerst den 101 Arbeiten mit Temperguss -Post durch. Dort findet ihr die Basics zum Arbeiten mit meinen Lieblingsrohren und ich werde in diesem Post des öfteren darauf verweisen.





Allgemeines
Zeit: Nicht zu wenig, das Holz braucht immer wieder Trocknungsphasen und ihr müsst zwei Mal zum Baumarkt. Wenn ihr euch ein Wochenende dafür Zeit nehmt, reicht das aber.
Schwierigkeit: Mittel. Ab und zu braucht man etwas Kraft oder eine zweite helfende Hand, aber ihr müsst keine Fitzelarbeit oder so leisten. Als erstes großes DIY Projekt bestens geeignet.
Kosten: ca 100 € (davon ca 70 € für die Rohre)
Fazit:  Wie schon in der Überschrift an den drei ▼ zu erkennen, ist es ein größeres Projekt, aber: Es lohnt sich! Zumindest ich für meinen Teil bin super happy mit meinem stylischen Servierwagen. Ich benutze ihn sehr oft und bin schon von vielen darauf angesprochen worden, woher ich denn mein hübsches Wägelchen hätte.



Ihr braucht
Alle Rohre und Verbindungsteile im Durchmesser 1/2" und in schwarz.


Alle Rohre die ihr nicht in schwarz bekommen habt, müsst ihr noch schwarz anmalen, wie ich es hier erklärt habe.
Wenn ihr alle Rohre beisammen habt, schraubt sie einmal probehalber zusammen und messt, wie groß ihr eure Bretter braucht (ich habe meine 42 x 72 cm groß genommen).


Dann könnt ihr ein zweites Mal einkaufen gehen:
  • Zwei Holzbretter (meine sind  aus Fichte) mit den Maßen ca. 42 x 72 cm
  • Arbeitsplattenöl (oder ein anderes Öl, Wachs, Lasur,... eurer Wahl, um euer Holz zu versiegeln)
  • 16 passende Schrauben und Muttern, mit denen ihr die Gewindeflansche auf das Holzbrett schrauben könnt
  • 4 drehbare Rollen (wenn ihr möchtet, zwei davon mit Bremse)
  • 16 passende Schrauben um die Rollen an das Brett zu schrauben


1.Schritt
Nun könnt ihr anfangen, in eines der Holzbretter vier Löcher zu bohren. Das ergiebt später das obere Holzteil durch das die Haltegriffe kommen.
Legt dazu immer die jeweiligen Stücke Rohrteile auf das Holzbrett und zeichnet die Löcher an, da der Abstand nicht immer ganz gleich ist. Das heißt, für die oberen beiden Löcher das eine Rohrteil, und für die Unteren das gegenüberliegende.
Generell gilt: Tendenziell lieber die Abstande zu groß bohren, denn man kann immer die Gewinde nicht komplett zudrehen und damit an Weite gewinnen. Am Ergebniss ändert es nichts.


2.Schritt
Jetzt könnt ihr die Hölzer bearbeiten. Bei mir hieß das die Hölzer abschleifen und das Arbeitsplatten-Öl in mehreren Schichten auftragen. Befolgt dafür einfach die Anweisungen auf euren Öl oder eurer Lasur oder was auch immer :D
Öl ist immer dann gut geeignet, wenn ihr wollt, dass das Holz später noch sehr natürlich aussieht. Da Öl aber nicht so gut schützt, habe ich hier spezielles Arbeitsplatten-Öl genommen. Es ist lebensmittelecht und Wasser perlt sehr gut davon ab. Außerdem war es im Hornbach nicht teurer als das ganz normale.


3.Schritt
Auf gehts ans zusammen schrauben!
Wir bauen zunächst den rechts markierten Teil zusammen (natürlich jetzt mit den Brettern), weil wir hier einen Kreis schließen. Das ist ein bisschen kompliziert mit den Rohren. Wir ihr das lösen könnt, erfahrt ihr auch in dem 101 Post zu Temperguss im Abschnitt Die Sache mit dem Kreis. Ich habe hier die zweite Möglichkeit gemacht, desshalb sind meine Gewindeflansche auch ein wenig ungleich auf das untere Brett fest geschraubt, das hat es ein wenig verzogen...


4.Schritt
Jetzt drehen wir die restlichen Teile ein, und schrauben die Gewindeflansche auf dem zweiten Brett fest. Ich würde euch empfehlen dazu erst vorzubohren, damit ihr das Holz nicht beschädigt.
Wenn ihr wollt, könnt ihr die Schrauben dann noch schwarz oder anthrazit anmalen. Ich habe wieder zuerst grundiert.


5.Schritt
Nun wird die ganze Konstruktion noch auf den Kopf gestellt und unten Rollen dran geschraubt. Achtet darauf, nicht die Schrauben von den Gewindeflanschen anzubohren.



Fertig!
Was ich noch machen werde ist im oberen Brett die Löcher mit Silikon zu verfugen, damit das Ergebnis schöner ist.
So sieht das Ergebniss dann in der Küche aus:
Jetzt könnt ihr euren Servierwagen noch mit Körben austatten. Ich habe zwei von diesen hier, damit rechts noch Platz ist größere Flaschen hinzustellen.
Befestigt habe ich die Körbe mit nicht ganz geschlossenen Ringen die ich aus dicken, ummantelten (Garten-)draht geformt habe. Damit kann ich die Körbe auch schnell vom Servierwagen wegmachen und auf den Tisch stellen. Ihr könnt alternativ auch passende S-Haken nehmen.


Noch ein kleines Detail habe ich mit einem Lötkolben an das obere Brett gebracht:

Eine zufällige Frachtnummer, damit wirkt das Holz doch gleich industieller, oder?
Wollt ihr ein Tutorial zum brennen in Holz mit einem Lötkolben?
Für was man einen Servierwagen alles benutzen kann, und wie vielseitig er ist, verrate ich euch demnächst auch in einem Post.
Bis dann, ich freue mich auf eure Projekte per Mail un eure Komentare!

Eure Mo ▽

Dienstag, 6. September 2016

Handlettering mit Filzstiften - ihr habt schon alles daheim!

Heute gibt es minimalistisches Handlettering! Minimalistisch im Sinne von mit wenigen Materialien. Alles was ihr braucht ist nämlich:
  • Papier (ab besten etwas dickeres oder einen Zeichenblock)
  • Filzstifte auf Wasserbasis (ich habe dicke Stabilos genutzt, die hatte ich eh daheim). Die meisten Filzstifte sind auf Wasserbasis, das steht aber normalerweise drauf. Wenn ihr nichts findet, versucht einfach ob sich etwas gezeichnetes mit Wasser verwischen lässt, oder riecht dran: Stifte auf Alkoholbasis stinken meist bis zum Himmel!
  • Einen Pinsel 
  • Und Wasser (oder alternativ eine Waterbrush, siehe dazu dieser Post)
Das wars! Mit diesen Materialien könnt ihr ganz leicht buntes Hand Lettering mit wunderschönen Farbverläufen zaubern.
Ihr braucht keine teuren Spezialstifte oder Verblendungspaletten. Schon gar nicht für die ersten Versuche!
Schreibt dazu erst alles in der helleren Farbe und geht dann mit der dunkleren Farbe über die Teile, die dunkler werden sollen.
Die Übergänge lassen sich mit Wasser und eurem Pinsel leicht verblenden. Ihr braucht vielleicht am Anfang ein wenig Übung wie viel Wasser nötig ist, aber den Dreh hat man sehr schnell raus.
Besonders gefällt mir, dass es so intensive Farben bleiben und selbst der Übergang nicht verblast! Und, dass man eigentlich alle Materialien zu Hause hat und sofort anfangen kann!
Hier seht ihr ein kleines Beispiel:
Probiert es am besten einfach selber aus. Ihr werdet erstaunt sein, wie leicht es ist. Und bei Fragen: zögert nicht, mir zu schreiben!
Ganz liebe Grüße,
Eure Mo ▽

Donnerstag, 1. September 2016

Lieblingsfarbe ist jetzt Pinterest optimiert!

Puh, ich habe gerade einen Blog/Programmier-Marathon hinter mir!
Wundert euch nicht, dass es eine kurze Pause auf Lieblingsfarbe gab, ich war im Urlaub. Jetzt geht es aber weiter! Es gibt nämlich einige Neuigkeiten:
Zu ersteinmal hat Lieblingsfarbe eine eigene E-Mail Adresse bekommen:
bunt-ist-meine-lieblingsfarbe@gmx.de
Jetzt ist es für euch leichter mir Fragen zu schreiben und Bilder von euren Projekten zu schicken!
Im Zuge dessen gab es dann auch gleich einen eigenen Pinterest-Account: klickt hier
Ich selber bin super gerne auf Pinterest unterwegs und finde dort einen Großteil meiner Inspiration und hunderte neue Ideen. Und weil ich euch nicht mit meinem ganzen gepinne zuspamen möchte, gab es diese neue Seite. Jetzt seid ihr gefragt: Soll es auf meiner Pinterestseite nur Pins von Lieblingsfarbe geben, oder hättet ihr auch gerne andere Pins, die ich selbst inspirierend fand? Wie soll das Verhältnis sein? Schreibt mir das gerne in die Kommentare!
Und damit ihr jetzt wisst, wie ihr super einfach von Lieblingsfarbe pinnen könnt, gibt es hier eine kurze Anleitung:
Auf jedem Foto erscheint, wenn ihr mit der Maus darüber geht, oben links in der Ecke das Pinterest-Logo. Bei mobilen Geräten müsst ihr ein mal auf das Bild klicken. Wen ihr auf das Logo klickt, könnt ihr es direkt pinnen. Ihr müsst dazu auch nicht den Post anklicken, es reicht wenn ihr das ganz gemütlich von der Startseite macht, für alle Einträge nach dem Temperguss 101 - Post vom 18.08.16 wird der Pin automatisch zum richtigen Artikel verlinkt.
Wenn ihr keine Lust habt eine eigene Beschreibung hinzuzufügen müsst ihr das auch nicht mehr machen. Für Lieblingsfarbe sind Rich Pins aktiviert, das heißt meine Beschreibung und auch sonst ein paar Informationen werden automatisch erstellt.
Puh, das klingt jetzt nach so wenig, aber es war ein ganzes Stück Arbeit! Aber ich finde es lohnt sich - in Zukunft ist pinnen jetzt einfacher und macht viel mehr Spaß!

Macht es gut,
Eure Mo ▽

Donnerstag, 18. August 2016

Mit Temperguss Rohren arbeiten 101 - Industrial interior selbst gemacht



Sooooo, meine Lieben! Ich plane einen kleinen Dreiteiler. Es geht um das große DIY für das Projekt Küche, das ich euch versprochen habe. Und das wird sein... *Tatatatataaa und Trommelwirbel*: Ein Servierwagen! [Link zum DIY jetzt hier]
Ich liebe diese Dinger. Sie sind echte Allroundtalente, super praktisch und sehen toll aus! Und ich wollte schon immer einen. Also habe ich beschlossen für die neue Küche einen selber zu bauen. Und zwar aus Temperguss-Rohren. Das sind diese dunklen Rohre zum Zusammenschrauben, die sehr häufig in DIYs rund um den Industrial Style verwendet werden. Und das zu Recht!
In diesem Post bekommt ihr einen kurzen Crashkurs in allem, was ihr zum Thema "Mit Temperguss arbeiten" wissen müsst, bevor ihr euer eigenes Projekt startet.
Die nächsten zwei Posts des Dreiteilers werden das eigentliche DIY zum Servierwagen und Gründe, sich einen Servierwagen anzuschaffen.


Pros

  1. Unendliche Möglichkeiten. Und ich meine Unendliche! Rohre kann man zu nahezu allem Möglichen zusammen schrauben. Man braucht nur Phantasie, Geduld und einen groben Plan. Servierwagen, Regale, Couchtische, Betten,... alles ist möglich!
  2. Stabilität. Sie sehen nicht nur Industrial-mäßig aus, sie sind es auch. Wenn man etwas damit baut, ist es nahezu unkaputtbar.
  3. Relativ günstig. Dabei werden sich wohl die Geister scheiden. Die Temperguss Rohre und Verbindungsteile sind definitiv nicht so günstig wie zum Beispiel manches Holz. Andererseits hat man dann aber auch etwas Stabiles und einzigartiges das sonst nur wenige haben. Und verglichen mit ähnlichen Möbeln die es zu kaufen gibt, ist man mit Temperguss immer noch sehr günstig dabei. Beim richtigen Tutorial zum Servierwagen werde ich euch einen Überblick über die Kosten geben, dann könnt ihr euch selbst ein Bild machen. [Link zum DIY jetzt hier]
  4. Es sieht toll aus.


Cons

  1. Es gibt günstigere Materialien. Wie bereits oben erwähnt, ist Temperguss nichts für strenge Sparfüchse. Aber ich für meinen Teil nehme für ein großes Projekte ab und zu gerne etwas mehr Geld in die Hand um dafür etwas super Tolles zu erhalten.
  2. Arbeit. Ich will euch nichts vormachen: mit Temperguss zu werkeln ist schwere Handarbeit! Das liegt daran, dass es eigentlich nicht dazu gemacht ist, damit zu basteln. Die Rohre kommen vom Baumarkt mit einer schmierigen Beschichtung, es ist am Anfang eine dreckige Angelegenheit. Wie ihr sie am besten säubert seht ihr unten. Außerdem ist es alles nicht 100% genau. Vor allem die 90° Winkel sind manchmal nicht in einem perfekten rechten Winkel, und es kostet manchmal viel Kraft oder Erfindungsreichtum um es passend zu machen. Also ist es nichts für die Perfektionisten unter euch! 
  3. Die Sache mit dem Kreis. Etwas, dass ich am Anfang überhaupt nicht bedacht habe, war was passiert wenn man irgendwo im Projekt einen Kreis schließt.
    Der "Kreis" kann dabei auch über Eck laufen (wie auf dem Bild), aber sobald ihr irgendwo in eurem Rohrkonstrukt einen Kreislauf schließt habt ihr ein kleines Problem: Man kann ein Rohr nicht hereindrehen. Egal wie man es dreht und wendet, irgendwo gibt es ein Rohr, das man nicht am zweiten Ende hereinschrauben kann, weil man das andere Ende damit wieder heraus drehen würde. Es gibt aber Lösungen dafür, die ihr unten nachlesen könnt.
  4. Farbenquaos. Es gibt Temperguss Rohre durchaus in schwarz, allerdings ist es erstens kein richtiges schwarz, sondern eher dunkelgrau (ich finde es aber superschön) und zweitens gibt es das nicht so oft. Bei mir hier im Baumarkt gibt es nur silbernes und alle Teile in schwarz zu finden ist besonders bei langen Rohren nicht so leicht. Meine Lösung dazu findet ihr gleich hier darunter.



Reinigung und Farbe

Wenn ihr schwarze Rohre wollt, und es die nicht in dem Baumarkt eures Vertrauens gibt, habt ihr zwei Möglichkeiten:


Online einkaufen
Was es im Baumarkt nicht gibt, könnt ihr wie so oft online bestellen. Meine Rohre und Verbindungsteile habe ich von iltubo.de, das ist ein kleiner online Shop extra für DIY Projekte mit der größten Auswahl an schwarzem Temperguss die ich gefunden habe.
Alternativ könnt ihr aber auch bei schwarte-shop.de nachschauen, die haben auch einiges.

Temperguss Rohre bemalen
Das Dumme ist nur: man findet keine längeren schwarzen Temperguss Rohre. Für den Servierwagen brauche ich 60cm lange und die habe ich nur im Baumarkt in Silber gefunden. Außerdem sind die Rohre nicht wirklich schwarz (obwohl mir das anthrazit auch sehr gut gefällt). Also muss eine zweite Lösung her:



Ihr braucht

  • Eure Rohre und Verbindungsstücke
  • Einen (Putz-) Eimer
  • Wasser und Spülmittel
  • Glasreiniger
  • Schleifpapier
  • Eine Grundierung die für Zink geeignet ist (ich habe diese rechts)
  • Die Farbe in der ihr eure Rohre anstreichen wollt (Bei mir war es matt schwarze Sprühfarbe die mein Vater noch übrig hatte. Im Grunde ist die Farbe egal, aber matt würde ich euch empfehlen)
 




1.Schritt

Zuerst müsst ihr die Rohre reinigen. Macht das wirklich, anders geht die Farbe selbst bei kleinsten Berührungen ab (ich spreche aus Erfahrung!). Sie sind nämlich gekauft alles andere als sauber und fettfrei. Auf eurer Grundierung steht normalerweise wie ihr das machen sollt. Auf meiner Dose stand "Zinkflächen sorgfältig mit einem Schleifvlies und einem Gemisch aus 10 l Wasser, 1 l Salmiakgeist (9%ig) und etwas Spülmittel nass schleifen, bis ein Schaum entsteht".
Da ich aber keine Lust hatte (schon wieder) in den Baumarkt zu fahren um dann 99% der Flasche ewig rumstehen zu lassen weil ich sie nie wieder brauche, habe ich ein bisschen improvisiert:
Füllt euren Eimer mit Wasser und gebt reichlich Spülmittel und Glasreiniger dazu. Im Glasreiniger ist Salmiakgeist enthalten. Für kleine Flächen reicht es dann völlig, wenn ihr eure Rohre sauber mit der Mischung abwascht, dann das Schleifpapier hineintaucht und damit ordentlich über die Rohre schrubbt.
Danach mit viel Wasser abspülen und trocknen lassen.



2.Schritt

Tragt die Grundierung nach den Angaben auf der Verpackung auf. Zwei Anstriche sollten genügen. Ich tupfe anschließen meistens noch eine weitere Schicht mit dem Pinsel auf. Damit erhaltet ihr eine unregelmäßige, raue Oberfläche wie schwarzer Temperguss normaler Weise ist.
Vergesst beim Bemalen nicht, die Gewinde mit Klebeband abzudecken. Alternativ könnt ihr die Rohre auch schon zusammen schrauben und in diesem Zustand anfangen zu bemalen. Wenn ihr sie nicht mehr auseinanderschrauben müsst, um weiter zu arbeiten spart ihr euch dadurch abkleben und unsaubere Übergänge.

Grundierung getupft (oben) oder normal

3.Schritt
Nun könnt ihr die Farbe auftragen. Wartet vor den nächsten Verarbeitungsschritten aber lieber über Nacht ab, damit die Farbe auch wirklich gut durchtrocknen kann.
Ich war positiv überrascht wie gut es hält (vor Allem im Vergleich zu meinem ersten Versuch, sie einfach direkt zu besprayen). Wenn ihr aber doch mal mit einer scharfen Kante hinkommen solltet oder beim Zusammenschrauben etwas abgeht, sprüht etwas Farbe in den Deckel der Dose und übermalt es mit einem Pinsel. Dann ist es wieder wie neu!





Die Sache mit dem Kreis


1.Möglichkeit Vermutlich die schlauste. Plant bei der Planung eures Projekts dieses kleine Wunderteil (Verschraubung Nr. 330) mit ein. Es ist ein Gewinde, das es euch ermöglicht alle Gewinde im Kreislauf zu verschrauben.

2.Möglichkeit Dreht die letzte Stange am einen Ende so weit wie möglich in das Gewinde. Setzt dann das andere Ende der Stange an das Gewinde und dreht es dadurch hinein, indem ihr es am anderen Ende wieder heraus dreht. Das kann einiges an Kraft und Geduld fordern, denn die Gewinde verkanten wenn sie nicht richtig aufeinander sitzen und man kann sie nicht hineindrehen. Mit einer Hilfsperson sollte es aber kein Problem sein.
Der Nachteil dieser Methode ist, dass ihr die Stange dann in beiden Gewinden nur halb hinein drehen könnt. Für die Stabilität reicht das vollkommen, allerdings ist diese Seite dann länger als die gegenüberliegende Seite, in die ihr das Gewinde noch normal hineindrehen konntet. Diese Ungleichmäßigkeit umgeht ihr, wenn ihr auch diese Stange nur bis zur Hälfte hinein dreht auch wenn ihr sie ganz reinschrauben könntet.

3.Möglichkeit Feilt das Gewinde am einen Ende der Stange ab, sodass ihr es ohne Hindernis in das zweite Ende hineinschieben könntet. Dann klebt ihr dieses mit Metallkleber hinein.


So, jetzt seid ihr bestens vorbereitet um euer eigenes Temperguss-Projekt zu starten. Ich wünsche euch ganz viel Spaß dabei!
Schickt mir gerne Bilder davon!
Eure Mo ▽