Sonntag, 11. September 2016

Industrieller Servierwagen DIY ▼▼▼

So, jetzt kommt wie versprochen mein Servierwagen DIY für das Projekt Küche. Trommelwirbel und Applaus bitte... *Tatatatatatammm* :

Wie ihr seht, habe ich mich für einen "zweistöckigen" Servierwagen mit eingehängten Körben und zwei Haltegriffen entschieden. Unten zeige ich euch ausführlich, wie ich meinen Servierwagen gebastelt habe, es ist aber ganz leicht die Rohre ein bisschen anders zusammen zu stecken, und so den idealen Servierwagen für euch zu bauen! Lasst eure Fantasie spielen und schickt mir gerne ein Bild an bunt-ist-meine-lieblingsfarbe@gmx.de!

Bevor ihr loslegt, lest bitte zuerst den 101 Arbeiten mit Temperguss -Post durch. Dort findet ihr die Basics zum Arbeiten mit meinen Lieblingsrohren und ich werde in diesem Post des öfteren darauf verweisen.





Allgemeines
Zeit: Nicht zu wenig, das Holz braucht immer wieder Trocknungsphasen und ihr müsst zwei Mal zum Baumarkt. Wenn ihr euch ein Wochenende dafür Zeit nehmt, reicht das aber.
Schwierigkeit: Mittel. Ab und zu braucht man etwas Kraft oder eine zweite helfende Hand, aber ihr müsst keine Fitzelarbeit oder so leisten. Als erstes großes DIY Projekt bestens geeignet.
Kosten: ca 100 € (davon ca 70 € für die Rohre)
Fazit:  Wie schon in der Überschrift an den drei ▼ zu erkennen, ist es ein größeres Projekt, aber: Es lohnt sich! Zumindest ich für meinen Teil bin super happy mit meinem stylischen Servierwagen. Ich benutze ihn sehr oft und bin schon von vielen darauf angesprochen worden, woher ich denn mein hübsches Wägelchen hätte.



Ihr braucht
Alle Rohre und Verbindungsteile im Durchmesser 1/2" und in schwarz.


Alle Rohre die ihr nicht in schwarz bekommen habt, müsst ihr noch schwarz anmalen, wie ich es hier erklärt habe.
Wenn ihr alle Rohre beisammen habt, schraubt sie einmal probehalber zusammen und messt, wie groß ihr eure Bretter braucht (ich habe meine 42 x 72 cm groß genommen).


Dann könnt ihr ein zweites Mal einkaufen gehen:
  • Zwei Holzbretter (meine sind  aus Fichte) mit den Maßen ca. 42 x 72 cm
  • Arbeitsplattenöl (oder ein anderes Öl, Wachs, Lasur,... eurer Wahl, um euer Holz zu versiegeln)
  • 16 passende Schrauben und Muttern, mit denen ihr die Gewindeflansche auf das Holzbrett schrauben könnt
  • 4 drehbare Rollen (wenn ihr möchtet, zwei davon mit Bremse)
  • 16 passende Schrauben um die Rollen an das Brett zu schrauben


1.Schritt
Nun könnt ihr anfangen, in eines der Holzbretter vier Löcher zu bohren. Das ergiebt später das obere Holzteil durch das die Haltegriffe kommen.
Legt dazu immer die jeweiligen Stücke Rohrteile auf das Holzbrett und zeichnet die Löcher an, da der Abstand nicht immer ganz gleich ist. Das heißt, für die oberen beiden Löcher das eine Rohrteil, und für die Unteren das gegenüberliegende.
Generell gilt: Tendenziell lieber die Abstande zu groß bohren, denn man kann immer die Gewinde nicht komplett zudrehen und damit an Weite gewinnen. Am Ergebniss ändert es nichts.


2.Schritt
Jetzt könnt ihr die Hölzer bearbeiten. Bei mir hieß das die Hölzer abschleifen und das Arbeitsplatten-Öl in mehreren Schichten auftragen. Befolgt dafür einfach die Anweisungen auf euren Öl oder eurer Lasur oder was auch immer :D
Öl ist immer dann gut geeignet, wenn ihr wollt, dass das Holz später noch sehr natürlich aussieht. Da Öl aber nicht so gut schützt, habe ich hier spezielles Arbeitsplatten-Öl genommen. Es ist lebensmittelecht und Wasser perlt sehr gut davon ab. Außerdem war es im Hornbach nicht teurer als das ganz normale.


3.Schritt
Auf gehts ans zusammen schrauben!
Wir bauen zunächst den rechts markierten Teil zusammen (natürlich jetzt mit den Brettern), weil wir hier einen Kreis schließen. Das ist ein bisschen kompliziert mit den Rohren. Wir ihr das lösen könnt, erfahrt ihr auch in dem 101 Post zu Temperguss im Abschnitt Die Sache mit dem Kreis. Ich habe hier die zweite Möglichkeit gemacht, desshalb sind meine Gewindeflansche auch ein wenig ungleich auf das untere Brett fest geschraubt, das hat es ein wenig verzogen...


4.Schritt
Jetzt drehen wir die restlichen Teile ein, und schrauben die Gewindeflansche auf dem zweiten Brett fest. Ich würde euch empfehlen dazu erst vorzubohren, damit ihr das Holz nicht beschädigt.
Wenn ihr wollt, könnt ihr die Schrauben dann noch schwarz oder anthrazit anmalen. Ich habe wieder zuerst grundiert.


5.Schritt
Nun wird die ganze Konstruktion noch auf den Kopf gestellt und unten Rollen dran geschraubt. Achtet darauf, nicht die Schrauben von den Gewindeflanschen anzubohren.



Fertig!
Was ich noch machen werde ist im oberen Brett die Löcher mit Silikon zu verfugen, damit das Ergebnis schöner ist.
So sieht das Ergebniss dann in der Küche aus:
Jetzt könnt ihr euren Servierwagen noch mit Körben austatten. Ich habe zwei von diesen hier, damit rechts noch Platz ist größere Flaschen hinzustellen.
Befestigt habe ich die Körbe mit nicht ganz geschlossenen Ringen die ich aus dicken, ummantelten (Garten-)draht geformt habe. Damit kann ich die Körbe auch schnell vom Servierwagen wegmachen und auf den Tisch stellen. Ihr könnt alternativ auch passende S-Haken nehmen.


Noch ein kleines Detail habe ich mit einem Lötkolben an das obere Brett gebracht:

Eine zufällige Frachtnummer, damit wirkt das Holz doch gleich industieller, oder?
Wollt ihr ein Tutorial zum brennen in Holz mit einem Lötkolben?
Für was man einen Servierwagen alles benutzen kann, und wie vielseitig er ist, verrate ich euch demnächst auch in einem Post.
Bis dann, ich freue mich auf eure Projekte per Mail un eure Komentare!

Eure Mo ▽

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